Blumenkästen für Fenster selber bauen

Blumenkästen verwandeln jede Fassade in einen kleinen Garten. Ein gut gebauter Kasten hält fünfzehn Jahre und mehr, übersteht Frost und Sommerhitze, und trägt das Gewicht von durchwurzelter Erde ohne durchzuhängen. Die Konstruktion ist simpel: Boden, vier Wände, Drainage. Das Geheimnis liegt in der Holzwahl und den Verbindungen. Der klassische Kasten sitzt direkt unter dem Fenstersims, fest verschraubt mit der Fassade. Die Maße richten sich nach der Fensterbreite minus zehn Zentimeter auf jeder Seite. Tiefe zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimeter, Höhe achtzehn bis zweiundzwanzig Zentimeter. Größer wird schwer beim Bepflanzen, kleiner trocknet zu schnell aus. Man arbeitet mit Stichsäge, Akkuschrauber und Wasserwaage. Ein Nachmittag Arbeit, dann hängt er.

  1. Holz zusägen und vorbohren. Zeder oder druckimprägnierte Kiefer auf Maß sägen: zwei Seitenteile, Vorder- und Rückwand, Boden. Alle Kanten mit Schleifpapier brechen. Bohrlöcher mit 3mm-Bohrer vorbohren, damit das Holz beim Verschrauben nicht reißt. Zehn Zentimeter Abstand von allen Kanten einhalten.
  2. Boden mit Drainagelöchern versehen. Mit 12mm-Bohrer sechs bis acht Löcher in den Boden bohren, gleichmäßig verteilt. Abstand zum Rand mindestens vier Zentimeter. Diese Löcher verhindern Staunässe. Unterseite des Bodens leicht anschleifen, damit keine Splitter überstehen.
  3. Seitenwände am Boden befestigen. Erste Seitenwand bündig an Bodenkante anlegen, mit Schraubzwinge fixieren. Mit 50mm Edelstahlschrauben von unten durch den Boden in die Seitenwand schrauben. Drei Schrauben pro Seite. Zweite Seitenwand genauso befestigen. Rechten Winkel mit Winkelmaß prüfen.
  4. Vorder- und Rückwand anbringen. Vorderwand zwischen die Seitenwände setzen, bündig mit den Außenkanten. Von den Seiten her verschrauben, drei Schrauben pro Seite. Rückwand genauso montieren. Der Kasten steht jetzt stabil als offene Box da. Alle Verbindungen auf Festigkeit prüfen.
  5. Oberkanten verstärken. Optional einen umlaufenden Rand aus 2x2cm Leiste auf die Oberkante schrauben. Das stabilisiert die Konstruktion und gibt dem Kasten ein saubereres Finish. Mit 40mm Schrauben von innen befestigen, alle fünfzehn Zentimeter eine Schraube.
  6. Holzschutz auftragen. Kasten komplett mit Holzschutzlasur oder Leinölfirnis streichen, auch innen. Zwei Anstriche mit vier Stunden Trockenzeit dazwischen. Besonders die Schnittkanten saugen viel auf. Keine Farbe auf Ölbasis innen verwenden — die Wurzeln mögen das nicht.
  7. Halterungen an der Wand montieren. Position unter dem Fenster anzeichnen, mit Wasserwaage exakt waagerecht markieren. Zwei bis drei L-Winkel aus verzinktem Stahl an der Fassade verschrauben. Bei Putzfassade Dübel verwenden, bei Holzfassade direkt in die Verkleidung schrauben. Winkel müssen ins tragende Material.
  8. Kasten aufsetzen und sichern. Blumenkasten auf die L-Winkel setzen, Position prüfen. Von innen durch die Rückwand in die Fassade schrauben, zwei Sicherungsschrauben reichen. Der Kasten ruht auf den Winkeln, die Schrauben verhindern nur das Kippen. Mit Wasserwaage Endkontrolle machen.