Dachbodenlüfter reinigen

Staub sammelt sich auf Dachbodenlüftern wie nirgendwo sonst. Die Kombination aus aufsteigender warmer Luft, Dachbodenisolierung und monatelangem Betrieb verwandelt die Lüfterflügel in dicke Staubschichten, die die Leistung um dreißig Prozent oder mehr senken können. Ein verschmutzter Lüfter arbeitet härter, verbraucht mehr Strom und stirbt früher. Die Reinigung ist unkompliziert, erfordert aber Sorgfalt beim Umgang mit Elektrik und beim Arbeiten auf Dachböden. Die meisten Hausbesitzer vergessen ihren Dachbodenlüfter völlig, bis er ausfällt. Dabei zeigt eine jährliche Reinigung im Frühjahr sofort Wirkung — der Luftstrom verbessert sich merklich, und der Motor läuft spürbar leiser. Die Arbeit dauert weniger als eine Stunde und verlängert die Lebensdauer des Lüfters um Jahre. Alles, was Sie brauchen, sind grundlegende Werkzeuge und eine Taschenlampe.

  1. Stromversorgung komplett abschalten. Schalten Sie die Sicherung für den Dachbodenlüfter am Sicherungskasten aus. Testen Sie den Lüfter mit dem Wandschalter, um sicherzustellen, dass kein Strom mehr fließt. Markieren Sie die Sicherung mit Klebeband, damit niemand sie versehentlich wieder einschaltet.
  2. Zugang zum Lüfter verschaffen. Steigen Sie auf den Dachboden mit Taschenlampe und Werkzeug. Viele Lüfter haben ein abnehmbares Drahtgitter oder Schutzgitter, das mit Clips oder Schrauben befestigt ist. Entfernen Sie das Gitter vorsichtig und legen Sie die Befestigungselemente in einen Behälter, damit nichts verloren geht.
  3. Groben Staub absaugen. Verwenden Sie einen Staubsauger mit Bürstenaufsatz, um losen Staub von den Lüfterflügeln, dem Motorgehäuse und dem umgebenden Bereich zu entfernen. Arbeiten Sie methodisch von oben nach unten. Achten Sie darauf, die Flügel nicht zu verbiegen.
  4. Flügel feucht abwischen. Tränken Sie ein Mikrofasertuch in warmem Wasser mit einem Spritzer Spülmittel. Wringen Sie es gut aus und wischen Sie jeden Lüfterflügel einzeln ab, wobei Sie beide Seiten reinigen. Hartnäckige Ablagerungen können Sie mit einer weichen Bürste lösen. Vermeiden Sie es, Wasser auf den Motor zu bekommen.
  5. Motorgehäuse reinigen. Wischen Sie das Motorgehäuse mit einem leicht feuchten Tuch ab. Entfernen Sie Spinnweben und Staub von den Lüftungsschlitzen des Motors. Überprüfen Sie dabei die Verkabelung auf beschädigte Isolierung oder lose Verbindungen.
  6. Lager bei Bedarf schmieren. Ältere Lüfter haben oft Ölöffnungen am Motor. Wenn vorhanden, geben Sie drei bis vier Tropfen leichtes Maschinenöl in jede Öffnung. Neuere Lüfter haben versiegelte Lager und benötigen keine Schmierung.
  7. Trocknen lassen und montieren. Lassen Sie alle Teile vollständig an der Luft trocknen, mindestens dreißig Minuten. Setzen Sie das Schutzgitter wieder ein und befestigen Sie alle Schrauben oder Clips fest. Überprüfen Sie, ob nichts lose ist.
  8. Strom einschalten und testen. Schalten Sie die Sicherung wieder ein und testen Sie den Lüfter mit dem Wandschalter. Der Lüfter sollte sofort anlaufen, gleichmäßig laufen und deutlich leiser sein als vorher. Hören Sie auf ungewöhnliche Geräusche.