Badezimmer-Lüftungsgitter richtig reinigen

Feuchtigkeit sammelt sich im Lüftungsgitter wie nirgendwo sonst im Bad. Was als dünner Staubfilm beginnt, wird durch die ständige Luftfeuchtigkeit zu einer klebrigen Schicht, die Schimmelsporen anzieht und den Luftstrom drosselt. Ein verstopftes Gitter kann die Ventilationsleistung um bis zu vierzig Prozent reduzieren, was bedeutet: längere Trocknungszeiten, beschlagene Spiegel, und im schlimmsten Fall Schimmel an den Wänden. Die gute Nachricht ist, dass die Reinigung unkompliziert ist und keine Spezialwerkzeuge erfordert. Die meisten Gitter lassen sich werkzeuglos abnehmen, und eine gründliche Reinigung dauert keine zwanzig Minuten. Wer das vierteljährlich macht, verhindert hartnäckige Ablagerungen und hält die Badlüftung auf voller Leistung.

  1. Lüftungsgitter grob absaugen. Staubsauger mit Bürstenaufsatz nehmen und das Gitter noch montiert absaugen. Dabei alle sichtbaren Lamellen und Ecken erfassen. Das entfernt den losen Staub und erleichtert die weitere Reinigung erheblich.
  2. Gitter demontieren. Die meisten Gitter haben Federklemmen oder Schrauben. Bei Federklemmen das Gitter vorsichtig zur Seite ziehen und nach unten klappen. Bei Schrauben diese gegen den Uhrzeigersinn lösen und beiseitelegen. Gitter behutsam herausnehmen ohne an der Verkabelung im Schacht zu ziehen.
  3. Einweichen im Spülbecken. Waschbecken oder kleine Wanne mit warmem Wasser füllen, einen guten Spritzer Spülmittel dazugeben. Gitter vollständig eintauchen und zehn Minuten einweichen lassen. Das löst Fettfilm und klebrigen Staub, der sich durch Luftfeuchtigkeit festgesetzt hat.
  4. Mit Bürste schrubben. Alte Zahnbürste oder kleine Spülbürste nehmen und jede Lamelle einzeln schrubben. Besonders die Rückseite gründlich bearbeiten – dort sammelt sich der meiste Dreck. Ecken und Kanten nicht vergessen, hier setzen sich Ablagerungen besonders hartnäckig fest.
  5. Ventilatorflügel im Schacht säubern. Mit Taschenlampe in den Lüftungsschacht leuchten. Ventilatorflügel mit trockenem Mikrofasertuch oder Küchenpapier abwischen – dabei Motor nicht berühren. Nur die zugänglichen Flächen reinigen, nicht tief in den Schacht greifen.
  6. Gitter gründlich abspülen. Gitter unter fließendem warmem Wasser von beiden Seiten abspülen bis keine Seifenreste mehr zu sehen sind. Alle Lamellen einzeln durchspülen. Mit klarem Wasser nachspülen und Gitter kräftig ausschütteln um überschüssiges Wasser zu entfernen.
  7. Vollständig trocknen lassen. Gitter mit Geschirrtuch gründlich abtrocknen, dann mindestens zwei Stunden an der Luft nachtrocknen lassen. Auf Handtuch legen oder an die Heizung lehnen. Gitter muss komplett trocken sein bevor es wieder montiert wird, sonst bildet sich sofort neuer Schimmel.
  8. Gitter wieder einsetzen. Trockenes Gitter in die Halterung einsetzen. Bei Federklemmen erst eine Seite einhaken, dann die andere Seite andrücken bis es einrastet. Bei Schraubbefestigung Schrauben handfest anziehen, nicht überdrehen. Lüftung einschalten und prüfen ob sie normal läuft.