Schimmel und Stockflecken im Bad entfernen
Schwarze Flecken in den Fugen, grünliche Verfärbungen an der Decke, dieser muffige Geruch nach dem Duschen — Schimmel im Badezimmer ist nicht nur unschön, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Die gute Nachricht: Die meisten Schimmelbefälle lassen sich mit Hausmitteln und etwas Ausdauer vollständig entfernen, sofern man sie früh genug angeht. Die Herausforderung liegt weniger im Entfernen selbst als vielmehr darin, die Ursachen zu verstehen und ein Wiederauftreten zu verhindern. Ein gründlich gereinigtes Bad mit sauberen Fugen und trockenen Oberflächen ist das Ziel. Das bedeutet nicht nur Schimmel abwischen, sondern tief in Silikonfugen eindringen, poröse Oberflächen behandeln und die Luftfeuchtigkeit dauerhaft senken. Mit den richtigen Mitteln und einer systematischen Vorgehensweise lässt sich das in einem Vormittag schaffen — und mit ein paar Anpassungen bleibt es danach auch sauber.
- Raum vorbereiten und Flächen identifizieren. Fenster öffnen, Lüftung einschalten und Gummihandschuhe anziehen. Alle befallenen Stellen markieren — Fugen, Silikondichtungen, Deckenecken, hinter dem Duschvorhang. Textilien wie Vorhänge oder Badematten aus dem Raum entfernen. Bei großflächigem Befall über zwei Quadratmeter sollte man eine Atemschutzmaske tragen.
- Oberflächlichen Schimmel trocken abbürsten. Mit einer alten Zahnbürste oder Fugenbürste den sichtbaren Schimmel trocken abbürsten. Dabei nicht reiben, sondern kurze, feste Bewegungen machen. Das entfernt bereits einen Großteil der Sporen von glatten Oberflächen. Bürste danach sofort in einen Plastikbeutel stecken und entsorgen.
- Reinigungslösung auftragen. Essigessenz unverdünnt oder Wasserstoffperoxid (3-prozentig) großzügig auf alle befallenen Stellen sprühen. Bei Silikonfugen die Lösung richtig einmassieren. Mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde einwirken lassen. Für hartnäckige Fälle kann man getränkte Küchentücher auf die Stellen legen, damit nichts verdunstet.
- Gründlich schrubben. Nach der Einwirkzeit mit Fugenbürste oder Schwamm kräftig schrubben. In Fliesenfugen in kreisenden Bewegungen arbeiten, bei Silikonfugen längs der Naht. Besonders auf Ecken und Übergänge achten. Bei Bedarf nochmals Reiniger aufsprühen und weiterschrubben, bis keine dunklen Verfärbungen mehr sichtbar sind.
- Abspülen und neutralisieren. Alle behandelten Flächen gründlich mit klarem Wasser abspülen. Bei Essig besonders wichtig, da die Säure sonst Dichtungen angreifen kann. Mit einem Mikrofasertuch nachwischen und dabei prüfen, ob noch Verfärbungen sichtbar sind. Diese Stellen markieren und später nochmals behandeln.
- Hartnäckige Stellen nachbehandeln. Verbliebene Flecken mit Backpulverpaste behandeln: Drei Teile Backpulver, ein Teil Wasser zu einer Paste mischen, auftragen, 10 Minuten einwirken lassen, schrubben. Bei tief sitzendem Schimmel in Silikonfugen bleibt manchmal nur das Entfernen und Erneuern der Fuge — verfärbtes Silikon lässt sich nicht mehr retten.
- Desinfizieren und versiegeln. Alle gereinigten Flächen mit Isopropanol (70-prozentig) abwischen — das tötet verbliebene Sporen ab. Gut trocknen lassen. Poröse Fugen können anschließend mit speziellem Fugenversiegler behandelt werden, der das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Glatte Fliesen brauchen keine weitere Behandlung.
- Lüftung optimieren. Nach jeder Dusche Fenster mindestens 10 Minuten kippen oder Lüftung laufen lassen. Duschvorhänge nach Gebrauch ausbreiten, nicht gerafft hängen lassen. Ein kleiner Ventilator kann in fensterlosen Bädern die Trocknungszeit halbieren. Feuchtigkeit ist der Feind — je schneller Oberflächen trocknen, desto geringer die Schimmelgefahr.