Hausfassade mit Hochdruckreiniger säubern
Schmutz sammelt sich langsam an. Über Monate hinweg legen sich Staub, Pollen, Algen und Abgase wie ein grauer Schleier über die Fassade. Was einst hell und gepflegt aussah, wirkt plötzlich müde und vernachlässigt. Ein Hochdruckreiniger ist das wirksamste Werkzeug gegen diesen schleichenden Verfall. Richtig eingesetzt, bringt er die ursprüngliche Farbe zurück und verlängert die Lebensdauer der Fassade um Jahre. Die Technik ist entscheidend. Zu viel Druck beschädigt Putz, Holz oder Vinyl. Zu wenig Druck erreicht nichts. Der richtige Winkel, der richtige Abstand und die richtige Düse machen den Unterschied zwischen professionellem Ergebnis und kostspieliger Reparatur. An einem trockenen Vormittag mit vier Stunden Zeit lässt sich ein durchschnittliches Einfamilienhaus komplett reinigen. Die Fassade trocknet bis zum Abend, und die Nachbarn werden fragen, ob neu gestrichen wurde.
- Umgebung vorbereiten und absichern. Fenster und Türen mit Malerfolie und Klebeband abdichten. Gartenmöbel, Pflanzenkübel und Dekorationselemente mindestens drei Meter von der Hauswand entfernen. Stromkästen und Außenleuchten mit wasserdichten Plastiktüten schützen. Empfindliche Pflanzen direkt an der Hauswand mit Plane abdecken.
- Reinigungsmittel auftragen. Fassadenreiniger im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischen und in den Reinigungsmitteltank füllen. Mit niedriger Düse von unten nach oben auftragen, damit das Mittel nicht sofort abläuft. Besonders verschmutzte Stellen zusätzlich mit Bürste vorbehandeln. 10-15 Minuten einwirken lassen, aber nicht antrocknen lassen.
- Testbereich anlegen. An unauffälliger Stelle mit 40 cm Abstand und mittlerer Druckstufe testen. Falls keine Beschädigung sichtbar wird, Abstand auf 30 cm verringern und erneut prüfen. Bei Holz- oder Vinylfassaden grundsätzlich mit größerem Abstand arbeiten. Den Strahl niemals länger als zwei Sekunden auf eine Stelle richten.
- Fassade von oben nach unten reinigen. Mit dem Hochdruckreiniger oben unter dem Dachüberstand beginnen. In gleichmäßigen horizontalen Bahnen von links nach rechts arbeiten, jede Bahn um ein Drittel überlappen lassen. Den Strahl stets schräg von oben ansetzen, niemals von unten nach oben unter die Verkleidung spritzen. Pro Durchgang etwa zwei Meter Höhe abarbeiten.
- Fensterrahmen und Details säubern. Für Fensterrahmen, Simse und Ecken auf Rotordüse oder niedrigeren Druck wechseln. Diese Bereiche mit 40-50 cm Abstand und langsamen Bewegungen reinigen. Silikonfugen nicht direkt anspritzen. Bei Holzfenstern besonders vorsichtig arbeiten, um Farbe und Dichtungen nicht zu beschädigen.
- Untere Bereiche und Sockel reinigen. Sockelbereich oft am stärksten verschmutzt — hier darf der Druck etwas höher sein. Bei Spritzschutzgittern und Lüftungsöffnungen Abstand vergrößern. Den Übergang zwischen Fassade und Boden besonders gründlich reinigen, da sich hier Algen und Moos festsetzen. Kellerfenster von außen mit Folie schützen.
- Nachkontrolle und Nachbearbeitung. Fassade aus drei Meter Entfernung begutachten und übersehene Stellen markieren. Diese mit gezielten kurzen Stößen nacharbeiten. Besonders hartnäckige Flecken mit Fassadenbürste und Reiniger von Hand behandeln. Regenrinnen und Fallrohre ebenfalls kontrollieren und bei Bedarf reinigen.
- Trocknen lassen und aufräumen. Fassade mindestens vier Stunden trocknen lassen, bevor Abdeckungen entfernt werden. Hochdruckreiniger entleeren, Schlauch aufrollen und Düsen reinigen. Schutzfolien erst entfernen, wenn alles vollständig trocken ist. Umliegendes Erdreich auf ausgespülte Bereiche prüfen und gegebenenfalls nachbessern.