Backofenroste reinigen
Backofenroste sammeln über Monate hinweg eine hartnäckige Schicht aus eingebranntem Fett, Käseresten und karamellisiertem Zucker. Diese Verkrustungen lassen sich nicht mit einem schnellen Wisch beseitigen — sie erfordern Zeit, Chemie und mechanische Arbeit. Die meisten Haushalte schieben diese Aufgabe so lange auf, bis die Roste beim Herausziehen kleben und der Ofen nach verbranntem Fett riecht. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Methode wird selbst der schlimmste Rost wieder blank, ohne dass man stundenlang schrubben muss. Der Trick liegt im Einweichen über Nacht in einer Lösung, die das Fett aufbricht. Danach rutschen die Verkrustungen fast von selbst ab. Die Arbeit dauert insgesamt vielleicht 30 Minuten aktive Zeit — der Rest ist Wartezeit, während die Chemie arbeitet.
- Roste aus dem Ofen nehmen und grobe Reste entfernen. Alle Roste aus dem Ofen ziehen und lose Krümel, Essensreste oder abblätternde Verkrustungen mit der Hand oder einem Papiertuch abstreifen. Arbeiten am besten über einem Mülleimer oder einer ausgebreiteten Zeitung. Die Roste müssen nicht perfekt sein — nur grobe Brocken entfernen, die später den Abfluss verstopfen könnten.
- Badewanne vorbereiten und mit heißem Wasser füllen. Ein altes Handtuch oder Bettlaken auf den Boden der Badewanne legen, um Kratzer im Email zu vermeiden. Wanne mit heißem Wasser füllen — so heiß wie der Wasserhahn hergibt, etwa 10-15 cm hoch. Das Wasser muss die Roste später komplett bedecken.
- Spülmittel und Natron hinzugeben. Eine halbe Flasche Spülmittel direkt ins Wasser geben und mit der Hand umrühren, bis es schäumt. Dann 200-300 Gramm Natron einstreuen und ebenfalls einrühren. Die Mischung wird leicht trüb und beginnt zu schäumen — das ist der alkalische Prozess, der Fett aufspaltet.
- Roste einlegen und vollständig bedecken. Roste vorsichtig in die Wanne legen. Falls nötig, mehr heißes Wasser nachfüllen, bis alle Roste komplett unter Wasser liegen. Roste können übereinander gestapelt werden, solange alle im Wasser sind. Die Lösung sollte warm bleiben — bei Bedarf nach zwei Stunden nochmal heißes Wasser nachgießen.
- Verkrustungen mit Bürste oder Schwamm abschrubben. Nach 8-12 Stunden Einweichzeit einen Rost aus der Wanne nehmen und mit einer Spülbürste oder Topfschwamm abschrubben. Die Verkrustungen sollten sich jetzt leicht lösen. Bei hartnäckigen Stellen mit einem Scheuerschwamm oder feiner Stahlwolle nacharbeiten. Jeden Rost einzeln bearbeiten und danach mit klarem Wasser abspülen.
- Roste abspülen und trocknen. Jeden gereinigten Rost unter fließendem Wasser gründlich abspülen, bis alle Seifenreste weg sind. Mit einem Handtuch abtrocknen oder an der Luft trocknen lassen. Roste sollten komplett trocken sein, bevor sie zurück in den Ofen kommen — sonst bildet sich Flugrost.
- Badewanne reinigen. Das schmutzige Einweichwasser ablassen und die Wanne mit Badreiniger auswischen. Das alte Handtuch vom Wannenboden nehmen und in die Waschmaschine geben. Wanne nochmal mit klarem Wasser ausspülen, damit keine Fettfilme zurückbleiben.
- Roste wieder einsetzen. Saubere, trockene Roste in den Ofen zurückschieben. Darauf achten, dass sie in den richtigen Schienen sitzen und sich leicht herausziehen lassen. Bei Bedarf die Schienen mit einem Tropfen Speiseöl leicht einfetten, damit die Roste geschmeidig gleiten.