Trauermücken bei Zimmerpflanzen bekämpfen

Trauermücken entstehen durch zu feuchte Erde und lassen sich mit Gelbtafeln, Nematoden oder dem Austrocknen der obersten Erdschicht wirksam bekämpfen.

  1. Befall erkennen und Ursache verstehen. Kleine schwarze Fliegen um die Pflanzen herum sind meist Trauermücken. Die Larven leben in der feuchten Erde und ernähren sich von organischem Material. Überprüfen Sie die Erdoberfläche auf kleine weiße Würmchen mit schwarzen Köpfen - das sind die Larven.
  2. Gießverhalten anpassen. Reduzieren Sie das Gießen sofort. Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischen den Gießgängen vollständig austrocknen. Die Erde sollte in 2-3 cm Tiefe trocken sein, bevor Sie wieder gießen. Dies unterbricht den Lebenszyklus der Trauermücken.
  3. Gelbtafeln aufstellen. Stecken Sie gelbe Klebetafeln direkt in die Töpfe oder stellen Sie sie daneben. Die erwachsenen Trauermücken werden vom Gelb angezogen und bleiben kleben. Ersetzen Sie die Tafeln alle 1-2 Wochen, bis keine neuen Fliegen mehr zu sehen sind.
  4. Quarzsand als Schutzschicht auftragen. Verteilen Sie eine 1-2 cm dicke Schicht feinen Quarzsand auf der Erdoberfläche. Der Sand trocknet schnell und verhindert, dass die Trauermücken ihre Eier in die Erde legen können. Gießen Sie vorsichtig direkt an den Stamm oder verwenden Sie einen dünnen Gießstrahl.
  5. Nematoden einsetzen bei starkem Befall. Bei hartnäckigem Befall verwenden Sie Nematoden der Art SF. Diese mikroskopisch kleinen Würmer fressen die Trauermückenlarven in der Erde. Mischen Sie die Nematoden nach Packungsanweisung mit Wasser und gießen Sie die Lösung gleichmäßig über die Erde.
  6. Befallene Erde austauschen. Bei sehr starkem Befall entfernen Sie die Pflanze aus dem Topf, spülen die Wurzeln vorsichtig ab und topfen Sie in frische, hochwertige Blumenerde um. Entsorgen Sie die alte Erde im Hausmüll, nicht auf dem Kompost.