Radongas im Eigenheim messen und bewerten

Radongas können Sie mit einfachen Messgeräten selbst überprüfen - entweder mit Kurzzeitdetektoren für schnelle Ergebnisse oder Langzeitmessungen über mehrere Monate für präzise Werte.

  1. Messgerät beschaffen. Besorgen Sie sich ein Radon-Messgerät aus dem Baumarkt oder online. Kurzzeitdetektoren liefern binnen weniger Tage Ergebnisse, Langzeitdetektoren messen über 3-12 Monate und sind genauer. Für erste Einschätzungen reichen digitale Sofortmessgeräte aus.
  2. Optimalen Messort bestimmen. Platzieren Sie das Messgerät im untersten bewohnten Stockwerk, idealerweise im Keller oder Erdgeschoss. Wählen Sie einen Raum, der regelmäßig genutzt wird, aber nicht die Küche oder das Bad. Das Gerät sollte mindestens einen Meter von Außenwänden und 50 Zentimeter vom Boden entfernt stehen.
  3. Messbedingungen einhalten. Halten Sie während der Messung Fenster und Türen geschlossen, außer zum normalen Ein- und Ausgehen. Schalten Sie Lüftungsanlagen ab, falls möglich. Diese Bedingungen simulieren die typische Winterluftsituation, wenn Radonwerte am höchsten sind.
  4. Messung durchführen. Lassen Sie Kurzzeitdetektoren mindestens 48-96 Stunden messen. Langzeitdetektoren sollten mindestens drei Monate, idealerweise ein Jahr lang messen. Bewegen oder berühren Sie das Gerät während der Messung nicht. Notieren Sie sich Datum und genauen Standort.
  5. Ergebnisse bewerten. Radonwerte werden in Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) angegeben. Werte unter 100 Bq/m³ gelten als unbedenklich. Bei 100-300 Bq/m³ sollten Sie Maßnahmen erwägen. Über 300 Bq/m³ sind Sanierungsmaßnahmen empfehlenswert. Bei über 1000 Bq/m³ ist schnelles Handeln erforderlich.
  6. Weitere Messungen planen. Führen Sie bei erhöhten Werten eine Langzeitmessung durch, falls Sie nur eine Kurzmessung gemacht haben. Messen Sie auch in anderen Räumen des untersten Stockwerks. Wiederholen Sie die Messung nach baulichen Veränderungen oder alle paar Jahre zur Kontrolle.