Verdunkelungsrollos fachgerecht montieren
Schlafzimmer verdienen Dunkelheit. Nicht die graue Dämmerung hinter dünnen Vorhängen, sondern echte, vollständige Finsternis um drei Uhr nachmittags, wenn man sie braucht. Verdunkelungsrollos schaffen genau das — und zwar mit einer Präzision, die Vorhänge nie erreichen. Die Montage ist keine Zauberei, aber sie verlangt Sorgfalt bei der Ausrichtung und beim Andruck der Schrauben. Die Entscheidung zwischen Deckenmontage und Rahmenmontage bestimmt nicht nur die Optik, sondern auch die Abdunkelung. Deckenmontage schließt Lichtschlitze nahezu vollständig aus, braucht aber tiefere Dübel. Rahmenmontage sitzt straffer am Glas, kann aber an den Seiten minimal Licht durchlassen. Beide Methoden funktionieren zuverlässig, wenn die Halterungen exakt waagerecht sitzen und das Rollo ohne Verkanten läuft.
- Montageart festlegen und Maß nehmen. Entscheiden Sie zwischen Deckenmontage (Rollo hängt vor der Fensternische) oder Rahmenmontage (Rollo sitzt in der Nische). Messen Sie bei Deckenmontage die Breite der Nische plus 8-10 cm für Überstand. Bei Rahmenmontage messen Sie exakt die Nischenbreite minus 1 cm für Spielraum. Höhe immer mit 2 mm Spiel zum Boden.
- Halterungspositionen anzeichnen. Halten Sie die obere Schiene an die gewünschte Position und markieren Sie die Bohrlöcher mit Bleistift. Verwenden Sie die Wasserwaage, um absolute Horizontalität zu prüfen. Bei Deckenmontage sollten die äußeren Halterungen mindestens 5 cm über den Fensterrahmen hinausragen. Markieren Sie beide Halterungen gleichzeitig, indem Sie die Schiene fixiert halten.
- Dübel setzen und Halterungen verschrauben. Bohren Sie mit 6-mm-Bohrer die markierten Löcher. Bei Gipskarton oder Hohlwänden verwenden Sie Hohlraumdübel, bei Beton oder Vollstein Standard-Spreizdübel. Setzen Sie die Dübel bündig zur Wand, keine vorstehenden Kragen. Schrauben Sie die Halterungen handfest an, prüfen Sie nochmals mit der Wasserwaage, dann ziehen Sie die Schrauben mit festem Druck nach.
- Rollo-Kassette in Halterungen einsetzen. Schieben Sie die obere Kassette von vorne in die montierten Halterungen. Die meisten Systeme rasten mit einem hörbaren Klick ein. Ziehen Sie testweise am Rollo — die Kassette darf sich nicht lösen. Falls das System Sicherungsclips hat, schieben Sie diese jetzt in Position.
- Seitliche Führungsschienen anbringen. Falls Ihr Rollo seitliche Schienen hat, schrauben Sie diese jetzt links und rechts entlang der Fensterlaibung fest. Die Schienen müssen parallel zur Fensterkante verlaufen und exakt senkrecht stehen. Prüfen Sie mit der Wasserwaage in vertikaler Ausrichtung. Die Unterkante der Schienen sollte bis knapp über die Fensterbank reichen.
- Stoffbahn einfädeln und Endstopps justieren. Ziehen Sie das Rollo vollständig herunter. Fädeln Sie die Stoffkanten in die seitlichen Führungsschienen, falls vorhanden. Justieren Sie die Endstopps in der Kassette so, dass das Rollo in oberer Position stramm sitzt und in unterer Position etwa 5 mm über der Fensterbank endet. Die Endstopps sind meist kleine Kunststoffclips in der Aufrollwelle.
- Abdichtung an den Rändern prüfen. Verdunkeln Sie den Raum und suchen Sie nach Lichtschlitzen entlang der Kanten. Bei sichtbaren Spalten können Sie selbstklebende Bürstenstreifen oder Schaumstoffbänder nachträglich anbringen. Diese kleben direkt auf die Stoffkante oder die Seitenschienen. Achten Sie darauf, dass die Dichtung die Bewegung des Rollos nicht blockiert.
- Bedienung einstellen und Mechanik testen. Bei Kettenantrieb prüfen Sie, ob die Kette frei läuft und nicht schleift. Bei Federrollos testen Sie die Aufrollspannung — zu straff reißt die Feder, zu locker rollt der Stoff wellig auf. Manche Systeme haben eine Spannungsschraube an der Seite der Kassette. Ziehen oder lösen Sie diese in Vierteldrehungen, bis das Rollo gleichmäßig aufrollt.