Gartenschlauch auf der Terrasse richtig aufbewahren

Schläuche gehören zu den unscheinbaren Arbeitstieren des Gartens. Sie liegen monatelang in der Sonne, werden über Betonkanten gezogen, und wenn man sie braucht, sollen sie sich ohne Knoten abwickeln lassen. Die meisten Terrassen werden aber zur Stolperfalle, weil der Schlauch einfach hingeworfen wird – ein zusammengeknüllter Haufen neben der Gießkanne, der Regenwasser sammelt und Mücken anzieht. Eine durchdachte Aufbewahrung ist keine Frage der Optik, sondern der Haltbarkeit. UV-Strahlung macht Gummischläuche spröde, und jeder Knick im Material wird zur Sollbruchstelle. Die richtige Lösung hängt davon ab, wie lang Ihr Schlauch ist, wie oft Sie ihn brauchen, und ob Ihre Terrasse eine freie Wand hat oder nur Geländerpfosten. Gut gemacht bedeutet hier: Der Schlauch rollt sich im Herbst genauso leicht ab wie im Frühjahr, und auf der Terrasse bleibt Platz zum Sitzen.

  1. Schlauchlänge messen und Standort festlegen. Rollen Sie den Schlauch einmal komplett aus und messen Sie die Gesamtlänge. Notieren Sie auch den Durchmesser – 13 mm, 16 mm oder 19 mm. Bestimmen Sie dann auf der Terrasse den Punkt, an dem Sie den Schlauch am häufigsten anschließen oder ablegen. Idealerweise liegt dieser Ort in der Nähe des Wasseranschlusses, aber nicht im Hauptlaufweg.
  2. Montageart nach Terrassenaufbau wählen. Bei einer Holzterrasse mit Wandanschluss eignet sich eine Wandhalterung. Freistehende Terrassen oder solche mit Metallgeländer profitieren von einer mobilen Schlauchtrommel oder einem Pfostenhaken. Balkone und kleine Terrassen kommen oft besser mit einer kompakten Wandtrommel zurecht, die sich einklappen lässt.
  3. Befestigungspunkte markieren und bohren. Halten Sie die Halterung an die gewählte Stelle und markieren Sie die Bohrlöcher mit einem Bleistift. Bei Steinwänden bohren Sie mit einem 8-mm-Steinbohrer und setzen Dübel. Bei Holzwänden bohren Sie 3 mm vor und schrauben direkt in den Balken. Achten Sie darauf, dass die Halterung waagerecht sitzt – eine schiefe Montage führt dazu, dass der Schlauch von der Trommel rutscht.
  4. Halterung oder Trommel montieren. Schrauben Sie die Halterung mit rostfreien Schrauben fest. Bei Wandtrommeln mit Aufrollmechanik prüfen Sie vor der Montage, ob sich die Kurbel leicht drehen lässt. Mobile Trommeln stellen Sie auf eine ebene Fläche und sichern sie bei Bedarf mit einem Betongewicht oder Erdankern gegen Umkippen.
  5. Schlauch fachgerecht aufrollen. Beginnen Sie am wasseranschlussfernen Ende und rollen Sie den Schlauch in gleichmäßigen Windungen auf. Lassen Sie das Anschlussende so hängen, dass Sie es ohne Abwickeln erreichen können. Bei Trommeln mit Kurbel ziehen Sie den Schlauch leicht straff, während Sie kurbeln – lose Windungen verheddern sich beim nächsten Abwickeln.
  6. Anschlussstück und Düse organisieren. Hängen Sie Schnellkupplungen und Gießdüsen an einen separaten Haken neben der Halterung. Viele Wandhalterungen haben integrierte Werkzeughaken – nutzen Sie diese. Lose Teile verschwinden sonst zwischen Pflanzentöpfen oder fallen durchs Terrassengeländer.
  7. Schlauch vor Frost schützen. Im Herbst lösen Sie den Schlauch vom Wasserhahn und lassen das gesamte Wasser herauslaufen. Rollen Sie ihn trocken auf und lagern Sie ihn entweder auf der frostgeschützten Terrasse oder im Gartenhaus. Schläuche, die mit Restwasser einfrieren, platzen an den Kupplungen.
  8. Jährliche Inspektion durchführen. Prüfen Sie zu Saisonbeginn alle Schlauchverbindungen auf Risse und die Halterung auf lockere Schrauben. Tauschen Sie poröse Dichtungen sofort aus. Ein undichter Schlauch verschwendet mehr Wasser, als eine neue Dichtung kostet.