Innenverkleidungen grundieren und streichen: Anleitung

Gestrichene Zierleisten sind die Detailarbeit, die einen Raum, den Sie dekoriert haben, von einem Raum unterscheidet, der bewusst gestaltet wirkt. Innenverkleidungen – Sockelleisten, Türrahmen, Kranzprofile, Fensterverkleidungen – nehmen den sichtbarsten Schaden und zeigen jeden Fingerabdruck, jedes Staubkorn und jeden ungeschickten Pinselstrich. Um sie richtig zu machen, muss man verstehen, dass Zierleistenfarbe nicht so fehlerverzeihend ist wie Wandfarbe. Sie arbeiten auf einer kleineren, engeren Oberfläche, wo jede Kante, jeder Tropfen und jede ungleichmäßige Schicht unfertig wirkt. Gut gemacht, sehen gestrichene Zierleisten klar, glatt und absichtlich aus. Schlecht gemacht, sehen sie wie ein Wochenendprojekt aus. Der Unterschied liegt nicht in der Fähigkeit, sondern in der Vorarbeit, den richtigen Materialien und dem Wissen, wann man langsamer werden muss. Das Grundieren ist der Schritt, den die meisten Leute überspringen, und es ist der Schritt, der das Endergebnis maßgeblich beeinflusst. Grundierung versiegelt rohes Holz, gleicht vorherige Farben aus und gibt der Deckfarbe etwas zum Greifen. Ohne sie kämpfen Sie gegen das Material. Mit ihr arbeiten Sie damit. Diese Anleitung führt Sie durch die gesamte Abfolge: Reinigen, Schleifen, Grundieren und Streichen von Zierleisten, damit sie absichtlich aussehen und lange halten.

  1. Staub und Schmutz müssen zuerst weg. Wischen Sie jeden Zentimeter der Zierleisten mit einem feuchten Tuch ab, um Staub, Spinnweben und Schmutz zu entfernen. Verwenden Sie eine TSP-Lösung (Trinatriumphosphat) oder einen Entfetter für fettige oder klebrige Stellen – besonders in Küchen. Lassen Sie es vollständig trocknen, bevor Sie mit dem Schleifen beginnen. Das ist wichtiger, als die meisten Leute denken; Farbe haftet nicht auf Schmutz.
  2. Schaffen Sie Haftgrund für die Grundierung. Verwenden Sie Schleifpapier der Körnung 120-150, um alle Zierleisten leicht anzuschleifen. Sie entfernen nicht die alte Farbe – Sie rauen die Oberfläche auf, damit Grundierung und Farbe haften. Schleifen Sie, wo immer möglich, in Faserrichtung und achten Sie besonders auf glänzende Oberflächen. Wischen Sie nach dem Schleifen allen Staub mit einem Staubbindetuch oder einem feuchten Lappen ab.
  3. Jede Fuge nahtlos abdichten. Füllen Sie Fugen, Nagellöcher und Nähte mit überstreichbarer Dichtungsmasse. Tragen Sie sie mit einer Kartuschenpistole auf, glätten Sie sie mit einem nassen Finger oder einem Spachtel und lassen Sie sie gemäß den Anweisungen des Herstellers aushärten (normalerweise 24 Stunden). Dies verhindert, dass die Wand durchscheint und schafft eine saubere, fertige Linie.
  4. Schichtweise aufbauen. Zuerst mit einem Pinsel entlang der Kanten "cutten" (streichen), dann die Fläche rollen oder streichen. Verwenden Sie einen hochwertigen Winkelpinsel, um das Profil der Zierleiste zu streichen; versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu erledigen. Tragen Sie die Grundierung dünn auf – zwei dünne Schichten decken besser als eine dicke Schicht. Lassen Sie je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit 1-2 Stunden zwischen den Schichten vergehen. Zwischen den Schichten leicht mit 180er Körnung schleifen.
  5. Die Grundierungsoberfläche glatt polieren. Sobald die Grundierung vollständig trocken ist, schleifen Sie alle Oberflächen leicht mit Schleifpapier der Körnung 180-220 an, um aufgestellte Holzfasern zu glätten und Haftgrund für die Farbe zu schaffen. Wischen Sie allen Staub gründlich mit einem Staubbindetuch ab. Dieser Schritt dauert 20 Minuten, lässt aber die finale Farbschicht professionell aussehen.
  6. Zwei dünne Schichten sind besser als eine dicke. Tragen Sie die Farbe mit einem Winkelpinsel auf, streichen Sie zuerst die Kanten und füllen Sie dann die Fläche. Farbe ist dicker als Grundierung; dünne Schichten sind immer noch besser als eine dicke Schicht. Zwei Schichten hochwertiger Zierleistenfarbe decken normalerweise gut über der Grundierung. Lassen Sie zwischen den Schichten mindestens 4 Stunden (vorzugsweise über Nacht) vergehen. Zwischen den Schichten leicht mit 220er Körnung schleifen, wenn sich die Oberfläche rau anfühlt.
  7. Fehler mit schrägem Licht jagen. Sobald alles vollständig trocken ist, inspizieren Sie alle Zierleisten bei natürlichem Licht. Achten Sie auf übersehene Stellen, dünne Bereiche und Pinselstriche. Bessern Sie mit einem kleineren Pinsel aus, wo nötig. Das ist normal; selbst Profis benötigen an manchen Stellen eine dritte Schicht. Zwischen den Ausbesserungen mit 220er Körnung schleifen.
  8. Abkleben, solange die Farbe noch leicht klebrig ist. Ziehen Sie die Malerfolie langsam und in einem 45-Grad-Winkel ab, solange die Farbe noch leicht klebrig ist – nicht knochentrocken. Dies verhindert, dass die Folie getrocknete Farbe abzieht. Montieren Sie Steckdosenabdeckungen, Türbeschläge und Zierleistenzubehör wieder, sobald die Farbe vollständig ausgehärtet ist (24-48 Stunden).