Lose Zierleisten befestigen
Zierleisten arbeiten. Das Holz schwindet, quillt, das Haus setzt sich, und nach ein paar Jahren klappert eine Fußleiste beim Vorbeigehen oder eine Türzarge steht einen Millimeter ab. Diese kleinen Bewegungen sind normal, aber sie laden Staub ein, sehen ungepflegt aus, und wenn man sie ignoriert, wird der Schaden größer. Das Befestigen loser Leisten ist eine der dankbarsten Reparaturen im Haus. Man braucht keine großen Werkzeuge, keine besonderen Kenntnisse, und das Ergebnis ist sofort sichtbar. Eine Stunde Arbeit, und der Raum sieht wieder straff und sauber aus. Das Geheimnis liegt nicht in der Kraft, sondern in der richtigen Reihenfolge: erst Leim für die Haftung, dann Nägel für den Druck, dann Spachtelmasse für die Unsichtbarkeit.
- Leiste vorsichtig lösen und Flächen säubern. Die lose Leiste vollständig vom Untergrund abheben, aber nicht gewaltsam abreißen. Mit einem flachen Spachtel alte Leim- oder Farbreste von der Rückseite der Leiste und von der Wandfläche abkratzen. Beide Flächen mit einem feuchten Lappen abwischen und trocknen lassen.
- Holzleim gleichmäßig auftragen. Einen dünnen, gleichmäßigen Strang Holzleim auf die Rückseite der Leiste auftragen. Bei längeren Leisten den Leim in einer Wellenlinie verteilen, nicht klecksweise. Den Leim mit dem Finger oder einem alten Pinsel zu einem dünnen Film verstreichen.
- Leiste andrücken und ausrichten. Die Leiste an ihre ursprüngliche Position setzen und mit gleichmäßigem Druck andrücken. Die gesamte Länge mit der flachen Hand abfahren und prüfen, ob sie bündig sitzt. Bei Bedarf die Position korrigieren, solange der Leim noch offen ist.
- Finish-Nägel einschlagen. Alle 30 bis 40 Zentimeter einen 4-cm-Finish-Nagel im leichten Winkel durch die Leiste in die Wand schlagen. Die Nägel sollten in Holz oder Ständerwerk treffen, nicht nur in Gips. Mit einem Körner die Nagelköpfe 2 mm unter die Oberfläche versenken.
- Nagellöcher und Fugen spachteln. Die versenkten Nagellöcher mit Holzspachtel füllen. Mit einem flexiblen Spachtel die Masse glatt abziehen. Auch kleine Fugen zwischen Leiste und Wand mit Acryl-Dichtstoff verschließen. Überschüssiges Acryl sofort mit feuchtem Finger glätten.
- Spachtelmasse schleifen. Nach vollständiger Trocknung der Spachtelmasse (etwa 2 Stunden) die gespachtelten Stellen mit 180er Schleifpapier glatt schleifen. Mit trockenem Tuch oder Staubsauger den Schleifstaub entfernen.
- Leiste nachstreichen oder lasieren. Bei lackierten Leisten die reparierten Stellen mit passendem Lack nachstreichen. Bei geölten oder lasierten Holzleisten mit einem Pinsel oder Lappen nacharbeiten. Immer in Richtung der Holzmaserung arbeiten.
- Restlichen Raum prüfen. Während der Lack trocknet, alle anderen Leisten im Raum auf loses Sitzen prüfen. Oft hat sich mehr als eine Stelle gelöst. Kleine Wackler jetzt gleich mitbefestigen spart später einen zweiten Durchgang.