Delle in Rigipswand ausbessern
Rigipswände sind robust, aber nicht unverwüstlich. Ein versehentlicher Stoß mit dem Stuhlbein, ein zu enthusiastisch geöffneter Kleiderschrank, oder einfach die Abnutzung des Alltags – und schon prangt eine unschöne Delle in der Wand. Die gute Nachricht: Solche Schäden gehören zu den einfachsten Reparaturen im Haushalt. Mit der richtigen Technik ist die Delle in einer Stunde unsichtbar gemacht, und nach einem Anstrich sieht niemand mehr, dass dort je etwas war. Der Unterschied zwischen einer sichtbaren und einer perfekten Reparatur liegt in der Geduld. Viele scheitern, weil sie zu dick spachteln oder zu früh schleifen. Eine professionelle Ausbesserung baut die Oberfläche in dünnen Schichten wieder auf, lässt jede Schicht vollständig durchhärten und schleift am Ende so fein, dass die Hand über die Stelle gleitet, ohne etwas zu spüren. Das dauert zwar länger, aber das Ergebnis rechtfertigt die Wartezeit.
- Delle vorbereiten und säubern. Entfernen Sie lose Gipsstücke und abstehende Papierfasern mit einem Spachtel oder einer steifen Bürste. Wischen Sie den Bereich mit einem leicht feuchten Tuch ab, um Staub zu entfernen. Die Oberfläche muss trocken, sauber und frei von losen Partikeln sein, damit die Spachtelmasse richtig haftet.
- Erste Schicht Spachtelmasse auftragen. Tragen Sie mit einem 10-cm-Spachtel eine dünne Schicht Fertigspachtelmasse auf. Arbeiten Sie von der Mitte nach außen und ziehen Sie die Masse glatt über die Delle hinaus. Die Schicht sollte dünn genug sein, dass die Delle noch leicht erkennbar ist – Sie füllen nicht auf einmal auf.
- Erste Schicht trocknen lassen. Lassen Sie die Spachtelmasse vollständig durchtrocknen. Je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit dauert das 2-4 Stunden. Die Masse muss komplett weiß und fest sein, nicht mehr grau oder kühl bei Berührung.
- Zweite Schicht auftragen. Tragen Sie eine zweite dünne Schicht auf, diesmal etwas breiter als die erste. Füllen Sie dabei verbleibende Vertiefungen und ziehen Sie die Kanten noch flacher aus. Auch diese Schicht dünn halten – lieber dreimal dünn als einmal dick.
- Zweite Trocknung und Prüfung. Lassen Sie wieder 2-4 Stunden trocknen. Prüfen Sie dann mit der flachen Hand, ob die Fläche eben ist. Bei Bedarf tragen Sie eine dritte dünne Schicht auf. Die meisten Dellen sind nach zwei Schichten ausgeglichen.
- Glatt schleifen. Schleifen Sie die Stelle mit 120er-Schleifpapier in kreisenden Bewegungen glatt. Arbeiten Sie vorsichtig, um die Umgebung nicht zu beschädigen. Wechseln Sie dann zu 180er-Papier für den Feinschliff. Die Oberfläche sollte sich nahtlos in die Wand einfügen.
- Grundieren und streichen. Wischen Sie den Schleifstaub mit einem trockenen Tuch ab. Grundieren Sie die Stelle mit Tiefengrund oder verdünnter Wandfarbe. Nach 30 Minuten Trocknungszeit streichen Sie zweimal mit der Wandfarbe über – die Ausbesserung verschwindet vollständig.