Ausbauchende Stützmauer reparieren - Schritt für Schritt Anleitung
Eine ausbauchende Stützmauer muss sofort stabilisiert werden, indem man die Ursache der Feuchtigkeit beseitigt, die Mauer teilweise abträgt und mit verbesserter Drainage neu aufbaut.
- Sicherheit gewährleisten und Schäden beurteilen. Sperren Sie den Bereich um die Mauer ab und prüfen Sie das Ausmaß der Ausbauchung. Messen Sie mit einer Wasserwaage oder einem Lot, wie stark die Mauer von der Vertikalen abweicht. Bei einer Neigung von mehr als 5 cm pro Meter Höhe ist sofortiges Handeln erforderlich.
- Ursache der Feuchtigkeit identifizieren. Untersuchen Sie die Rückseite der Mauer auf Wasseransammlungen. Häufige Ursachen sind defekte Regenrinnen, undichte Bewässerungsanlagen oder fehlende Drainage. Beheben Sie zunächst alle offensichtlichen Wasserquellen, bevor Sie mit der Reparatur beginnen.
- Betroffenen Mauerabschnitt markieren und abbauen. Markieren Sie den ausgebauchten Bereich plus jeweils 50 cm zu beiden Seiten. Tragen Sie die Mauer von oben nach unten ab und nummerieren Sie dabei die Steine, um sie später in derselben Reihenfolge wieder verwenden zu können. Achten Sie darauf, dass die verbleibende Mauer stabil bleibt.
- Drainage-System installieren. Graben Sie hinter der Mauer einen 30 cm tiefen Graben aus. Verlegen Sie ein Drainage-Rohr mit Gefälle zu einem Ablauf oder Sickerschacht. Umhüllen Sie das Rohr mit Filtervlies und füllen Sie den Graben mit grobem Kies auf. Dies verhindert zukünftige Wasseransammlungen.
- Fundament prüfen und verstärken. Kontrollieren Sie das Fundament auf Risse oder Absenkungen. Bei kleineren Schäden können Sie diese mit Reparaturmörtel ausbessern. Ist das Fundament stark beschädigt, muss es teilweise erneuert werden. Sorgen Sie für eine frostfreie Gründungstiefe von mindestens 80 cm.
- Mauer neu aufbauen. Bauen Sie die Mauer Stein für Stein wieder auf und verwenden Sie dabei die nummerierten Steine in ursprünglicher Reihenfolge. Achten Sie auf exakte Ausrichtung mit Wasserwaage und Richtschnur. Verfugen Sie die Steine sorgfältig und lassen Sie zwischen den Arbeitsschritten ausreichend Trocknungszeit.
- Hinterfüllung und Oberflächengestaltung. Füllen Sie den Bereich hinter der Mauer lagenweise mit verdichtetem Kies und Mutterboden auf. Sorgen Sie für eine leichte Neigung vom Bauwerk weg, damit Oberflächenwasser abfließen kann. Pflanzen Sie bei Bedarf erosionshemmende Vegetation.