Wackeliger Wasserhahn: So fixieren Sie die lockere Armatur

Wasserhähne lockern sich. Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Jedes Mal, wenn Sie den Hebel bewegen, den Hahn auf- und zudrehen, wirken Kräfte auf die Befestigung. Nach Monaten oder Jahren gibt die Kontermutter nach, und plötzlich wackelt die ganze Armatur auf der Spüle hin und her. Das sieht nicht nur schlecht aus, es beschädigt auch die Dichtungen und kann zu Wasserschäden führen. Die gute Nachricht: Die Reparatur ist simpel. Sie brauchen keine Rohrleitungen zu lösen, kein Wasser abzustellen, keine Armatur auszubauen. In den meisten Fällen reicht es, unter das Spülbecken zu kriechen und eine einzige Mutter nachzuziehen. Das Schwierigste ist die beengte Arbeitshaltung und manchmal eine festsitzende Mutter, die seit Jahren nicht bewegt wurde. Wer einmal weiß, wo die Kontermutter sitzt und wie man sie erreicht, macht das beim nächsten Mal in fünf Minuten.

  1. Unterschrank ausräumen. Räumen Sie alles unter dem Spülbecken weg, was im Weg steht — Putzmittel, Eimer, Müllbeutel. Sie brauchen freien Zugang zur Unterseite der Armatur. Legen Sie ein altes Handtuch auf den Schrankboden, falls Restwasser aus den Anschlüssen tropft.
  2. Befestigung lokalisieren. Kriechen Sie unter das Becken und schauen Sie nach oben. Sie sehen die Anschlussschläuche für Warm- und Kaltwasser, und direkt darüber sitzt eine große sechseckige oder geriffelte Kontermutter, die die Armatur von unten gegen das Becken presst. Bei manchen Armaturen sind es zwei kleinere Muttern links und rechts.
  3. Richtiges Werkzeug wählen. Für große Kontermuttern brauchen Sie einen Beckenringschlüssel — ein spezielles Werkzeug mit langem Griff und verstellbarem Maul. Alternativ geht eine Rohrzange, aber die ist unhandlicher. Bei kleineren Sechskantmuttern reicht oft eine normale Rollgabelschlüssel oder eine Ratsche mit verlängertem Stecknuss.
  4. Kontermutter festziehen. Setzen Sie das Werkzeug an der Kontermutter an und drehen Sie im Uhrzeigersinn. Halten Sie die Armatur oben mit der anderen Hand fest, damit sie sich nicht mitdreht. Ziehen Sie die Mutter handfest an — nicht mit aller Kraft, sonst beschädigen Sie die Dichtung oder das Becken.
  5. Armatur auf Festigkeit prüfen. Kriechen Sie aus dem Unterschrank heraus und versuchen Sie, die Armatur zu bewegen. Sie sollte absolut fest sitzen, ohne jedes Spiel. Wenn sie immer noch wackelt, ist die Mutter noch nicht fest genug, oder die Gummidichtung zwischen Armatur und Becken ist verschlissen.
  6. Bei Bedarf Dichtung erneuern. Wenn die Armatur trotz festgezogener Mutter wackelt, ist die Gummidichtung komprimiert oder brüchig. Dann müssen Sie die Armatur komplett abnehmen, die alte Dichtung entfernen und eine neue einlegen. Das erfordert das Abschrauben der Anschlussschläuche und dauert etwa 30 Minuten länger.
  7. Wasseranschlüsse kontrollieren. Während Sie unter dem Becken sind, prüfen Sie die Anschlussschläuche für Warm- und Kaltwasser. Schauen Sie, ob sie fest sitzen und keine Feuchtigkeit zu sehen ist. Wenn dort etwas tropft, ziehen Sie auch diese Überwurfmuttern vorsichtig nach.
  8. Unterschrank einräumen. Räumen Sie den Unterschrank wieder ein. Lassen Sie das Handtuch noch ein paar Stunden liegen und prüfen Sie später, ob es trocken geblieben ist — so erkennen Sie versteckte Lecks früh.