Junge Bäume vor Rehschäden schützen

Junge Bäume lassen sich durch Drahtzäune, Baumschutzgitter oder natürliche Abschreckungsmittel vor Rehverbiss schützen. Die wirksamste Methode ist ein 1,5 Meter hoher Zaun um den Stammbereich.

  1. Gefährdung einschätzen. Prüfen Sie Ihren Garten auf Rehspuren wie Trittsiegel, Kot oder bereits angefressene Pflanzen. Besonders gefährdet sind Obstbäume, Ahorn, Eichen und Buchen. Rehe bevorzugen junge Triebe und dünne Rinde, die sie im Winter als Nahrungsquelle nutzen.
  2. Mechanischen Schutz installieren. Errichten Sie einen Drahtzaun von mindestens 1,5 Metern Höhe um jeden Baum. Verwenden Sie engmaschigen Kaninchendraht oder spezielle Baumschutzgitter. Der Zaun sollte etwa einen Meter Abstand zum Stamm haben, damit der Baum wachsen kann. Graben Sie den Draht 10-15 cm in die Erde ein.
  3. Stammschutz anbringen. Umhüllen Sie den Stamm bis in 1,2 Meter Höhe mit Baumschutzmanschetten aus Kunststoff oder Drahtgeflecht. Achten Sie darauf, dass die Manschette nicht zu eng sitzt und Luft zirkulieren kann. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Schutz mitwächst.
  4. Natürliche Abschreckung einsetzen. Verteilen Sie Menschenhaar, Kernseife oder käufliche Rehvergrämungsmittel rund um die Bäume. Pflanzen Sie stark riechende Gewächse wie Lavendel, Thymian oder Wermut in die Nähe. Diese Düfte schrecken Rehe auf natürliche Weise ab.
  5. Schutzmaßnahmen kontrollieren. Überprüfen Sie alle 2-3 Monate die Zäune und Stammschützer auf Beschädigungen. Erneuern Sie natürliche Abschreckungsmittel nach Regen. Passen Sie die Schutzvorrichtungen an das Baumwachstum an, damit sie nicht einwachsen.