Wasserschlag in Rohrleitungen beheben
Wasserschlag entsteht durch plötzlich schließende Ventile und lässt sich meist durch Installation von Wasserdruckminderer oder Wasserschlagdämpfer beheben.
- Wasserdruck messen. Schließen Sie einen Druckmesser an einen Wasserhahn an und messen Sie den Wasserdruck. Ein Druck über 4 Bar ist oft die Hauptursache für Wasserschlag. Notieren Sie sich den gemessenen Wert für die weitere Diagnose.
- Absperrventile überprüfen. Kontrollieren Sie alle Absperrventile in der Wohnung. Schnell schließende Kugelhähne und defekte Ventile verstärken das Problem. Tauschen Sie verschlissene Ventile gegen langsamer schließende Modelle aus.
- Wasserdruckminderer installieren. Bei zu hohem Wasserdruck montieren Sie einen Druckminderer direkt nach dem Wasserzähler. Stellen Sie ihn auf 3-3,5 Bar ein. Diese Maßnahme reduziert den Wasserschlag deutlich und schont die gesamte Installation.
- Wasserschlagdämpfer einbauen. Installieren Sie Wasserschlagdämpfer an kritischen Stellen wie Waschmaschinen-, Geschirrspüler- oder Toilettenanschlüssen. Diese kleinen Druckkammern fangen die Druckstöße ab und verhindern das laute Klopfen.
- Rohrbefestigung kontrollieren. Prüfen Sie alle zugänglichen Rohrbefestigungen. Lose Rohrschellen verstärken die Geräusche erheblich. Befestigen Sie lockere Rohre mit zusätzlichen Schellen oder Gummieinlagen zur Schwingungsdämpfung.
- System testen. Öffnen und schließen Sie systematisch alle Wasserhähne und Ventile im Haus. Achten Sie auf verbleibende Geräusche und markieren Sie problematische Stellen für weitere Maßnahmen.