Wasserschlag in Rohrleitungen beheben

Wasserschlag entsteht durch plötzlich schließende Ventile und lässt sich meist durch Installation von Wasserdruckminderer oder Wasserschlagdämpfer beheben.

  1. Wasserdruck messen. Schließen Sie einen Druckmesser an einen Wasserhahn an und messen Sie den Wasserdruck. Ein Druck über 4 Bar ist oft die Hauptursache für Wasserschlag. Notieren Sie sich den gemessenen Wert für die weitere Diagnose.
  2. Absperrventile überprüfen. Kontrollieren Sie alle Absperrventile in der Wohnung. Schnell schließende Kugelhähne und defekte Ventile verstärken das Problem. Tauschen Sie verschlissene Ventile gegen langsamer schließende Modelle aus.
  3. Wasserdruckminderer installieren. Bei zu hohem Wasserdruck montieren Sie einen Druckminderer direkt nach dem Wasserzähler. Stellen Sie ihn auf 3-3,5 Bar ein. Diese Maßnahme reduziert den Wasserschlag deutlich und schont die gesamte Installation.
  4. Wasserschlagdämpfer einbauen. Installieren Sie Wasserschlagdämpfer an kritischen Stellen wie Waschmaschinen-, Geschirrspüler- oder Toilettenanschlüssen. Diese kleinen Druckkammern fangen die Druckstöße ab und verhindern das laute Klopfen.
  5. Rohrbefestigung kontrollieren. Prüfen Sie alle zugänglichen Rohrbefestigungen. Lose Rohrschellen verstärken die Geräusche erheblich. Befestigen Sie lockere Rohre mit zusätzlichen Schellen oder Gummieinlagen zur Schwingungsdämpfung.
  6. System testen. Öffnen und schließen Sie systematisch alle Wasserhähne und Ventile im Haus. Achten Sie auf verbleibende Geräusche und markieren Sie problematische Stellen für weitere Maßnahmen.