Risse in Putzwänden fachgerecht reparieren

Kleine Putzrisse lassen sich mit Spachtelmasse und etwas Schleifpapier einfach ausbessern. Bei größeren Schäden muss der lockere Putz entfernt und neu aufgetragen werden.

  1. Riss begutachten und vorbereiten. Prüfen Sie zunächst die Tiefe und Breite des Risses. Klopfen Sie die Wand rund um den Riss ab - hohl klingende Stellen zeigen losen Putz an. Kratzen Sie mit einem Spachtel vorsichtig lose Putzteile heraus. Den Riss mit einer kleinen Bürste oder einem Pinsel von Staub befreien.
  2. Grundierung auftragen. Tragen Sie mit einem Pinsel Tiefengrund oder verdünnte Dispersionsfarbe auf die ausgebesserte Stelle auf. Dies sorgt für bessere Haftung der Spachtelmasse. Die Grundierung muss vollständig durchtrocknen - meist 2-4 Stunden je nach Raumtemperatur.
  3. Spachtelmasse anrühren. Mischen Sie Fertigspachtel nach Herstellerangabe an oder verwenden Sie gebrauchsfertige Masse aus dem Eimer. Die Konsistenz sollte cremig und gut streichfähig sein. Rühren Sie nur so viel an, wie Sie in 30 Minuten verarbeiten können.
  4. Ersten Spachtelgang durchführen. Drücken Sie die Spachtelmasse mit einem breiten Spachtel fest in den Riss. Ziehen Sie die Masse gleichmäßig glatt und lassen Sie sie etwas über die Wandebene hinausstehen. Bei tiefen Rissen arbeiten Sie in mehreren dünnen Schichten.
  5. Trocknen lassen und schleifen. Nach vollständiger Trocknung - meist 12-24 Stunden - schleifen Sie die gespachtelte Stelle mit 120er Schleifpapier glatt. Arbeiten Sie dabei kreisförmig und achten Sie auf einen fließenden Übergang zur bestehenden Wandoberfläche.
  6. Zweiten Spachtelgang und Finish. Tragen Sie eine dünne Schicht Feinspachtel auf die gesamte reparierte Stelle auf. Nach dem Trocknen mit 240er Schleifpapier fein nachschleifen. Grundieren Sie die Stelle erneut und streichen Sie abschließend mit der passenden Wandfarbe.