Cornhole-Bretter selber bauen

Sperrholz riecht nach Sägemehl und Sommertagen. Ein gutes Cornhole-Set gehört zu jeder Terrasse wie der Grill und die Kühlbox, aber fertig gekaufte Bretter kommen oft verzogen an oder kosten so viel wie ein halbes Fahrrad. Selbstgebaute Bretter halten Jahrzehnte, wenn man sie richtig versiegelt, und sie spielen sich besser als alles aus dem Baumarkt. Der Bau ist einfacher als er aussieht. Die Rahmen bestehen aus Fichtenleisten, die mit Taschenlochschrauben verbunden werden – keine komplizierten Zapfen oder Dübelverbindungen. Das Sperrholz wird aufgeschraubt, geschliffen, grundiert und lackiert. Die kritische Arbeit liegt im präzisen Zuschnitt und in der gleichmäßigen Neigung der Beine. Wenn das sitzt, hat man ein Set, das Generationen überdauert.

  1. Sperrholz und Rahmenleisten zuschneiden. Zwei Platten Birkensperrholz auf exakt 60×120 cm zuschneiden lassen – die meisten Baumärkte schneiden kostenlos. Fichtenleisten für die Rahmen auf vier Stücke à 120 cm und acht Stücke à 51 cm sägen. Die kürzeren Stücke werden zwischen die langen gesetzt, deshalb die 9 cm Differenz zur vollen Breite.
  2. Taschenlöcher in Rahmenleisten bohren. Mit der Taschenloch-Bohrschablone drei Löcher an jedes Ende der 51 cm Querstücke bohren. Die Schablone auf 19 mm Materialstärke einstellen. Diese Löcher ermöglichen verdeckte Schraubverbindungen, die von außen unsichtbar bleiben und den Rahmen extrem stabil machen.
  3. Rahmen zusammenschrauben. Rechteckige Rahmen aus je zwei 120 cm und zwei 51 cm Stücken bauen. Holzleim auf die Stirnflächen geben, zusammenfügen und mit 38 mm Taschenlochschrauben fixieren. Diagonale mit dem Maßband prüfen – beide Diagonalen müssen identisch sein, sonst verzieht sich das Brett später.
  4. Löcher für Wurfsäcke bohren. Auf jeder Sperrholzplatte die Lochmitte markieren: 23 cm von oben, exakt mittig seitlich. Mit einem 152 mm Lochsägeaufsatz bohren – langsam arbeiten und den Bohrer nicht verkanten lassen. Von beiden Seiten bohren, um Ausrisse zu vermeiden: erst bis die Pilotspitze durchkommt, dann von hinten fertig bohren.
  5. Sperrholz auf Rahmen montieren. Sperrholzplatten auf die Rahmen legen, bündig ausrichten. Alle 15 cm rund um den Rahmen mit 32 mm Senkkopfschrauben fixieren – vorbohren nicht vergessen, sonst reißt das Sperrholz. Schrauben komplett versenken, sodass die Köpfe unter der Oberfläche liegen.
  6. Beine zusägen und montieren. Vier Beine aus den 10×5 cm Leisten sägen: zwei 28 cm lange für hinten, zwei 10 cm lange für vorn. Hinten jeweils ein langes Bein mit zwei Winkeln unter den Rahmen schrauben, vorn die kurzen Stützen. Das ergibt die klassische Neigung von etwa 15 Grad.
  7. Oberfläche schleifen und grundieren. Alle Oberflächen mit 120er Schleifpapier glätten, dann mit 180er nachschleifen. Staub mit einem feuchten Tuch abwischen. Eine Schicht Holzgrund auftragen, trocknen lassen, leicht mit 220er anschleifen. Das gibt eine perfekte Basis für den Lack.
  8. Lackieren und versiegeln. Zwei Schichten wetterfesten Acryllack aufrollen, mit 6-8 Stunden Trockenzeit dazwischen. Die Spielfläche braucht mindestens drei Schichten für Haltbarkeit. Optional die Ränder mit Farbe absetzen oder Teamlogos aufmalen, bevor die letzte Schicht drauf geht.