Hochbeete aus Holz selber bauen
Holz, Schrauben und ein freier Nachmittag — mehr braucht es nicht für ein Hochbeet, das zwanzig Jahre hält. Die meisten Hochbeete scheitern nicht am Bau, sondern an der Planung: zu tief für Kräuter, zu flach für Tomaten, zu breit zum Erreichen der Mitte. Ein gutes Hochbeet ist kniehoch, maximal 120 cm breit und steht dort, wo mindestens sechs Stunden Sonne hinfallen. Die Konstruktion selbst ist simpel — vier Wände, verschraubt an Eckpfosten, mit Folie gegen Feuchtigkeit geschützt. Lärche oder Douglasie halten ohne Imprägnierung stand, Kiefer verrottet in fünf Jahren. Die Investition liegt bei 80 bis 150 Euro pro Beet, je nach Holzqualität. Wer im März baut, pflanzt im April.
- Maße festlegen und Holz zuschneiden. Standardmaß ist 120 cm Länge, 80 cm Breite, 60 cm Höhe — so erreicht man die Mitte bequem von beiden Seiten. Die vier Eckpfosten werden 70 cm lang zugesägt (10 cm gehen in den Boden), die Seitenbretter 120 cm und 80 cm. Im Baumarkt kostet der Zuschnitt meist nichts extra.
- Standort vorbereiten und ebnen. Der Boden wird mit der Schaufel etwa 10 cm tief abgetragen und mit der Wasserwaage geprüft. Unebenheiten gleicht man mit Sand aus. Ein ebenes Fundament verhindert, dass sich das Beet verzieht und Wasser in einer Ecke staut.
- Erste Bretterreihe an Pfosten verschrauben. Die vier Eckpfosten werden mit je zwei Edelstahlschrauben pro Brett befestigt. Die unterste Bretterreihe bildet den Rahmen. Wichtig: Schrauben vorbohren, sonst reißt das Holz. Die Pfosten stehen dabei 10 cm über die untere Kante hinaus.
- Weitere Brettlagen aufschrauben. Die nächsten Brettlagen werden versetzt angebracht, sodass die Stöße nicht übereinander liegen. Pro Pfosten zwei Schrauben, bei jedem Brett vorbohren. Die oberste Bretterreihe schließt bündig mit den Pfosten ab. Zwischenräume von 3-5 mm zwischen den Brettern sorgen für Belüftung.
- Beet ausrichten und verankern. Das fertige Gestell wird an die vorbereitete Stelle getragen, ausgerichtet und mit einem Gummihammer in den Boden geklopft, bis die Pfosten 10 cm tief sitzen. Mit der Wasserwaage noch einmal horizontal prüfen und bei Bedarf nachklopfen.
- Teichfolie einlegen und befestigen. Die Teichfolie wird großzügig zugeschnitten, in das Beet gelegt und mit einem Tacker an der Innenseite der oberen Bretterreihe befestigt. Die Folie schützt das Holz vor direktem Erdkontakt und verlängert die Lebensdauer um Jahre. Überstehende Ränder werden mit einem Cuttermesser abgeschnitten.
- Drainageschicht einfüllen. Die untersten 10 cm werden mit grobem Kies oder Blähton befüllt. Diese Schicht verhindert Staunässe und sorgt für Luftzirkulation zu den Wurzeln. Darüber kommt ein Vlies, das verhindert, dass die Erde in die Drainage rutscht.
- Erde einfüllen und setzen lassen. Das Beet wird mit einer Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand gefüllt (Verhältnis 3:2:1). Die Erde wird nur leicht angedrückt, nicht festgestampft. In den ersten Wochen sackt die Füllung um etwa 10 cm ab — dann wird nachgefüllt. Erst danach pflanzen.