Algen von Terrassensteinen entfernen
Terrassensteine entwickeln nach einigen Jahren einen grünlichen Belag, der bei Nässe rutschig wird und ungepflegt wirkt. Die Algenbildung ist keine Materialfehler, sondern natürliche Folge von Feuchtigkeit, Schatten und organischem Material in den Fugen. Eine gründliche Reinigung im Frühjahr und Herbst verhindert, dass sich der Belag festsetzt und die Steinoberfläche dauerhaft verfärbt. Die richtige Methode hängt vom Steinmaterial ab: Naturstein verträgt keine aggressiven Reiniger, Betonstein ist robuster, und bei versiegelten Flächen muss die Versiegelung nach der Reinigung erneuert werden. Wer die Algen mechanisch und mit milden Mitteln entfernt, erhält die Oberfläche und vermeidet, dass Reiniger ins Erdreich gelangen. Der Aufwand lohnt sich – eine saubere Terrasse sieht nicht nur besser aus, sondern ist auch sicherer bei Regen.
- Terrasse abkehren und Fugen säubern. Kehren Sie lose Blätter, Erde und Schmutz gründlich von der gesamten Fläche. Kratzen Sie mit einem alten Fugenkratzer oder Schraubenzieher Moos und Unkraut aus den Fugen. Diese Vorbereitung verhindert, dass sich beim späteren Reinigen Schmutz verteilt und die Algenreste besser gelöst werden können.
- Reinigungslösung ansetzen. Mischen Sie für etwa 20 Quadratmeter Terrassenfläche 10 Liter warmes Wasser mit 500 ml weißem Haushaltsessig oder einer Tasse Soda. Bei Naturstein verzichten Sie auf Essig und nutzen nur Soda oder Schmierseife, da Säure die Oberfläche angreift. Rühren Sie die Lösung in einem Eimer gut durch.
- Lösung auftragen und einwirken lassen. Verteilen Sie die Reinigungslösung mit einem Schrubber oder Gießkanne gleichmäßig auf den befallenen Bereichen. Arbeiten Sie in Abschnitten von etwa 3-4 Quadratmetern. Lassen Sie die Lösung 10-15 Minuten einwirken, damit sie die Algen anlöst, aber nicht eintrocknet.
- Fläche schrubben. Schrubben Sie die Steine mit einer steifen Bürste oder einem Schrubber in kreisenden Bewegungen. Bei hartnäckigen Stellen üben Sie mehr Druck aus oder lassen die Lösung nochmals kurz einwirken. Die Algen sollten sich jetzt sichtbar lösen und einen grünlichen Schaum bilden.
- Gründlich abspülen. Spülen Sie die gelösten Algen und Reinigungslösung mit klarem Wasser ab. Ein Gartenschlauch reicht für leichte Verschmutzungen, ein Hochdruckreiniger auf mittlerer Stufe entfernt auch Reste aus den Poren. Spülen Sie in Richtung der Entwässerung, damit das Schmutzwasser abfließen kann.
- Nachbehandlung bei hartnäckigen Stellen. Kontrollieren Sie nach dem Trocknen, ob noch dunkle oder grüne Flecken sichtbar sind. Diese behandeln Sie punktuell mit unverdünntem Algenentferner aus dem Baumarkt, den Sie mit einer Sprühflasche auftragen und nach Herstellerangabe einwirken lassen. Spülen Sie anschließend nochmals nach.
- Fugen auffüllen. Prüfen Sie die Fugen auf ausgewaschenen Sand. Füllen Sie diese Stellen mit Fugensand auf, den Sie mit einem Besen in die Ritzen kehren. Feuchten Sie den Sand leicht an, damit er sich setzt, und kehren Sie nach einer Stunde nochmals nach.
- Trocknen lassen und versiegeln. Lassen Sie die Terrasse mindestens 48 Stunden durchtrocknen. Bei porösem Material können Sie anschließend eine Steinimprägnierung auftragen, die vor erneutem Algenwachstum schützt. Tragen Sie diese mit Rolle oder Pinsel dünn auf und lassen Sie sie gemäß Herstellerangabe aushärten.