Pflastersteine ohne Hochdruckreiniger säubern

Moos in den Fugen, Flecken vom Herbstlaub, schwarze Verfärbungen unter der Regenrinne. Pflastersteine sammeln über die Jahre alles ein, was Wind und Wetter mitbringen. Der Hochdruckreiniger verspricht schnelle Abhilfe, spült aber auch die Fugenfüllung aus und hinterlässt Schäden, die man erst Monate später sieht. Die bessere Methode ist langsamer, aber sie schont die Oberfläche und erhält die Stabilität der Fläche. Mit den richtigen Hausmitteln und einer soliden Bürste bekommt man praktisch jeden Belag weg – Öl, Moos, Algen, Rost. Der Aufwand hängt vom Zustand ab, aber für eine durchschnittliche Einfahrt oder Terrasse von zwanzig Quadratmetern rechnet man mit einem Wochenende. Das Ergebnis hält länger als die Hochdruckversion, weil die Oberfläche intakt bleibt und weniger schnell wieder verschmutzt.

  1. Fläche freiräumen und grob vorkehren. Alle Möbel, Töpfe und loses Material von der Pflasterfläche entfernen. Mit einem harten Besen die Oberfläche abkehren, um losen Schmutz, Laub und Sand zu beseitigen. Bei starkem Moosbewuchs in den Fugen kann man mit einem Fugenkratzer das Gröbste vorab entfernen.
  2. Reinigungslösung ansetzen. In einem Eimer zehn Liter heißes Wasser mit 200 Gramm Soda vermischen, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat. Bei hartnäckigen Ölflecken zusätzlich 100 Milliliter Spülmittel zugeben. Die Lösung ist gebrauchsfertig, sobald sie nicht mehr schäumt.
  3. Testfläche anlegen. An einer unauffälligen Stelle etwa einen Quadratmeter mit der Lösung behandeln und zehn Minuten einwirken lassen. Danach mit der Bürste schrubben und mit klarem Wasser nachspülen. Zeigen sich keine Verfärbungen oder Schäden, kann man mit der gesamten Fläche fortfahren.
  4. Fläche abschnittsweise behandeln. Die Reinigungslösung gleichmäßig mit einer Gießkanne oder einem Schrubber auf etwa zwei Quadratmeter auftragen. Fünfzehn Minuten einwirken lassen, dabei die Fläche nicht austrocknen lassen. Bei Bedarf nachfeuchten.
  5. Intensive Bürstenarbeit. Mit einer harten Schrubberbürste oder Stielbürste die Steine in kreisenden Bewegungen bearbeiten. Bei tiefsitzenden Flecken mit mehr Druck arbeiten und die Borsten in die Steinporen drücken. Die Fugen mit einem schmalen Fugenbesen separat nacharbeiten.
  6. Schmutzwasser entfernen. Das gelöste Schmutzwasser mit einem Gummischieber zu einer Seite schieben und dort mit alten Tüchern aufnehmen oder in einen Gully laufen lassen. Nicht einfach versickern lassen – sonst zieht der Dreck wieder in die Fugen ein.
  7. Mit klarem Wasser nachspülen. Die gesamte Fläche mehrfach mit reichlich klarem Wasser aus dem Gartenschlauch abspülen, um alle Seifenreste und Sodafilm zu entfernen. Dabei immer in eine Richtung arbeiten, um Rückstände vollständig abzuführen.
  8. Trocknen lassen und Fugen prüfen. Die Fläche mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Danach die Fugen kontrollieren – ausgewaschene Stellen mit Fugensand oder Pflasterfugenmörtel auffüllen und mit einem Besen einschlämmen. Bei Bedarf eine Imprägnierung auftragen, um künftige Reinigung zu erleichtern.