Bestäuber in den Garten locken - Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge anziehen

Pflanzen Sie einheimische, blühende Gewächse mit gestaffelten Blütezeiten und schaffen Sie Nistplätze sowie Wasserstellen für Bestäuber.

  1. Einheimische Blühpflanzen auswählen. Setzen Sie auf heimische Wildblumen wie Kornblume, Mohn, Schafgarbe und Wiesensalbei. Diese sind an das lokale Klima angepasst und bieten Nektar und Pollen, die einheimische Bestäuber benötigen. Vermeiden Sie gefüllte Blüten, da diese meist keinen Zugang zum Nektar bieten.
  2. Gestaffelte Blütezeiten planen. Kombinieren Sie Früh-, Mittel- und Spätblüher für eine durchgehende Nahrungsquelle von März bis Oktober. Pflanzen Sie Krokusse und Schneeglöckchen für den zeitigen Frühling, Lavendel und Sonnenhut für den Sommer sowie Herbstastern für den Spätherbst.
  3. Kräuter und Gemüse integrieren. Lassen Sie Kräuter wie Thymian, Oregano, Rosmarin und Minze zur Blüte kommen. Auch blühende Gemüsepflanzen wie Kürbis, Zucchini und Bohnen ziehen Bestäuber an. Säen Sie Phacelia oder Senf als Gründüngung zwischen den Gemüsereihen.
  4. Nistplätze schaffen. Errichten Sie ein Insektenhotel mit Bambusröhren, gebohrten Holzklötzen und hohlen Stängeln für Wildbienen. Lassen Sie eine Ecke des Gartens wild wachsen mit Totholz und Steinhaufen. Schaffen Sie offene Bodenstellen für bodennistende Bienen.
  5. Wasserstellen einrichten. Stellen Sie flache Schalen mit Wasser und Landeplätzen aus Steinen oder Korken auf. Eine kleine Wasserstelle mit feuchtem Sand dient Schmetterlingen als Mineralienquelle. Wechseln Sie das Wasser alle 2-3 Tage, um Mückenbrut zu vermeiden.
  6. Chemikalien vermeiden. Verzichten Sie vollständig auf Pestizide, Herbizide und chemische Dünger. Setzen Sie stattdessen auf natürliche Schädlingsbekämpfung durch Nützlinge und organische Dünger wie Kompost. Auch vermeintlich bienenfreundliche Produkte können schädlich sein.
  7. Kontinuierliche Pflege. Deadheading nur bei Bedarf durchführen - lassen Sie verblühte Blüten für Samen stehen. Mähen Sie Wiesenbereiche gestaffelt und nie komplett auf einmal. Entfernen Sie nur kranke Pflanzenteile und lassen Sie gesunde Stängel über Winter als Unterschlupf stehen.