Gemüsesamen richtig ernten und aufbewahren
Lassen Sie das Gemüse vollständig ausreifen, entnehmen Sie die Samen sorgfältig und trocknen Sie diese mindestens zwei Wochen an einem warmen, luftigen Ort, bevor Sie sie in beschrifteten Behältern kühl und dunkel lagern.
- Geeignete Pflanzen auswählen. Wählen Sie die gesündesten und kräftigsten Pflanzen für die Samengewinnung aus. Markieren Sie diese bereits während der Wachstumsphase und verwenden Sie sie nicht für die Ernte. Achten Sie darauf, dass es sich um samenfeste Sorten handelt, keine Hybride (F1), da diese keine sortenechten Nachkommen hervorbringen.
- Optimalen Erntezeitpunkt abwarten. Lassen Sie die Früchte deutlich länger reifen als für den Verzehr üblich. Tomaten sollten überreif und weich sein, Paprika vollständig ausgefärbt, Zucchini hart und gelb. Bei Kohl und Radieschen warten Sie, bis die Samenschoten braun und trocken werden. Die Samen sind reif, wenn sie sich leicht von der Pflanze lösen lassen.
- Samen von Fruchtgemüse gewinnen. Schneiden Sie reife Tomaten, Gurken oder Kürbisse auf und kratzen Sie die Samen mit einem Löffel heraus. Bei Tomaten geben Sie Samen und Gel in ein Glas mit wenig Wasser und lassen es 2-3 Tage gären, bis sich Schimmel bildet. Spülen Sie dann die Samen gründlich ab und entfernen Sie das Fruchtfleisch vollständig.
- Samen von Hülsenfrüchten ernten. Lassen Sie Bohnen und Erbsen in den Schoten vollständig austrocknen. Die Schoten sollten braun und rascheltrocken sein. Öffnen Sie die Schoten vorsichtig und entnehmen Sie die harten, trockenen Samen. Prüfen Sie jeden Samen auf Schädlingsbefall oder Beschädigungen.
- Samen von Blattgemüse und Kohl sammeln. Lassen Sie einige Pflanzen von Salat, Radieschen oder Kohl über den Winter stehen oder bis zur Blüte im zweiten Jahr. Sammeln Sie die reifen Samen aus den trockenen Samenschoten oder Blütenständen. Schütteln Sie die Samen in eine Schüssel oder schneiden Sie ganze Samenstände ab.
- Gründlich trocknen. Breiten Sie alle Samen auf Küchenkrepp oder einem feinmaschigen Sieb aus. Lassen Sie sie mindestens zwei Wochen an einem warmen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung trocknen. Wenden Sie die Samen täglich. Sie sind ausreichend getrocknet, wenn sie hart sind und beim Fallenlassen ein klickendes Geräusch machen.
- Samenreinheit prüfen und sortieren. Entfernen Sie alle Pflanzenreste, Schalen und beschädigte Samen. Pusten Sie leichte Schalenreste weg oder verwenden Sie ein feines Sieb. Sortieren Sie kleine oder verfärbte Samen aus, da diese meist nicht keimfähig sind. Nur vollständig ausgereifte, unbeschädigte Samen eignen sich für die Lagerung.
- Fachgerecht lagern. Füllen Sie die getrockneten Samen in beschriftete Papiertütchen oder kleine Gläser. Notieren Sie Sorte und Erntejahr. Bewahren Sie die Samen kühl, trocken und dunkel auf - ideal sind Temperaturen zwischen 2-8°C bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Ein Kühlschrank oder kühler Keller eignet sich gut. Legen Sie Silicagel-Päckchen zur Feuchtigkeitsregulierung dazu.