Trockenbaulöcher und -risse wie ein Profi vor dem Streichen verspachteln

Trockenbauschäden sind in jedem Haus unvermeidlich – Nagellöcher von aufgehängten Bildern, Risse durch Setzungen, Dellen durch Möbelrücken. Der Unterschied zwischen einer frisch aussehenden Wand und einer schlampigen liegt darin, wie gut du spachtelst. Eine gute Spachtelarbeit ist richtig ausgeführt unsichtbar, was bedeutet, dass du dir Zeit nimmst, richtig zu füllen, zu verjüngen, zu schleifen und zu grundieren. Dies ist kein Projekt für Eilige; Hektik zeigt sich bei hellem Licht. Aber die Arbeit selbst ist einfach genug, dass jeder mit Geduld sie meistern kann.

  1. Bis zum festen Trockenbau abschaben. Verwende einen Spachtel, um lose Trockenbauplatten, Klebeband oder Spachtelmasse rund um die beschädigte Stelle abzukratzen. Bei Rissen diese mit einem Cuttermesser leicht aufweiten, um eine V-förmige Nut zu erzeugen – das hilft der Spachtelmasse, besser zu haften. Wische allen Staub und Schmutz mit einem feuchten Tuch ab und lass es vollständig trocknen.
  2. Riss mit Gitterband versiegeln. Bei Rissen, die breiter als 1/8 Zoll sind, zentriere selbstklebendes Gitterband über dem Riss und drücke es fest an. Bei Dellen oder Kerben Klebeband kreuzweise anbringen. Kleine Haarrisse benötigen kein Klebeband – gehe direkt zur Spachtelmasse über.
  3. Verteilen und nach außen verjüngen. Mische Allzweck-Fugenmasse auf die Konsistenz von Erdnussbutter. Mit einem 4-6 Zoll breiten Spachtel die Masse mit leichtem Druck über die abgeklebte Stelle verteilen, von der Mitte nach außen arbeitend. Die Ränder verjüngen, damit die Masse zum umgebenden Wandbereich hin allmählich dünner wird. Halte das Messer in einem flachen Winkel – fast flach –, um Einkerbungen zu vermeiden.
  4. Schichten aufbauen, dazwischen schleifen. Nach 24 Stunden mit 120er Schleifpapier in leichten, kreisenden Bewegungen schleifen. Staub mit einem feuchten Schwamm abwischen. Eine zweite Schicht auftragen und 2-3 Zoll über die erste Schicht hinaus verjüngen. Nach weiteren 24 Stunden erneut schleifen und bei Bedarf eine letzte dünne Schicht auftragen. Bei größeren Spachtelstellen sind drei Schichten Standard; kleine Löcher benötigen möglicherweise nur zwei.
  5. Den Rand unsichtbar einfügen. Nachdem die letzte Schicht getrocknet ist, mit 220er Schleifpapier in Kreisen schleifen, um die Spachtelstelle in die umgebende Wand einzugliedern. Der verjüngte Rand sollte so allmählich übergehen, dass du keine Rille mit der Hand fühlen kannst. Verwende einen Stangenschleifer für Spachtelstellen über Kopf. Mit einem feuchten Schwamm abwischen und trocknen lassen.
  6. Vor dem Streichen versiegeln. Streiche den gesamten gespachtelten Bereich mit einer hochwertigen Trockenbau-Grundierung. Rohe Fugenmasse nimmt Farbe anders auf als fertiger Trockenbau, und Grundierung verhindert, dass dies nach dem Streichen als matter Fleck durchscheint. Verwende für kleine Spachtelstellen einen Pinsel, für größere Flächen eine Rolle. Eine Schicht reicht normalerweise aus, wenn die Grundierung von guter Qualität ist.
  7. Die ganze Wand streichen. Trage die Deckfarbe über die grundierte Spachtelstelle und die umliegende Wand auf. Für die beste Übereinstimmung streiche die gesamte Wand und nicht nur die gespachtelte Stelle – dies eliminiert das Risiko von Farb- oder Glanzunterschieden. Zwei Schichten Deckfarbe sind Standard. Lasse zwischen den Schichten die richtige Trocknungszeit gemäß den Anweisungen des Herstellers einhalten.