Lose Fassadenverkleidung wieder befestigen

Lose Fassadenverkleidung beginnt meist mit einem leisen Klappern bei Wind. Ein einzelnes Brett hebt sich, dann ein zweites. Was harmlos wirkt, öffnet Wasser und Schädlingen Tür und Tor. Die gute Nachricht: Die meisten losen Verkleidungen lassen sich in ein bis zwei Stunden wieder sicher befestigen, bevor echte Schäden entstehen. Die Ursachen sind fast immer dieselben – verrostete Nägel, die ihren Halt verloren haben, ausgetrocknetes Holz, das sich verzogen hat, oder schlicht falsch eingesetzte Befestigungen beim ursprünglichen Einbau. Die Reparatur erfordert keine besonderen Fähigkeiten, nur Sorgfalt beim Ausrichten und die richtigen rostfreien Befestigungsmaterialien. Eine korrekt befestigte Verkleidung hält weitere zwanzig Jahre.

  1. Schadensumfang feststellen. Gehen Sie die gesamte Fassade ab und markieren Sie alle losen Stellen mit Malerkrepp. Drücken Sie jedes Brett leicht – loses Material gibt nach oder klappert. Prüfen Sie besonders Ecken, Fensterlaibungen und die unteren drei Reihen, wo Feuchtigkeit am häufigsten Schäden verursacht.
  2. Alte Befestigungen entfernen. Hebeln Sie vorsichtig die losen Bretter mit dem Brecheisen leicht an, um an die alten Nägel zu gelangen. Ziehen Sie rostige oder verbogene Nägel komplett heraus. Bei Metallverkleidung lösen Sie die Schrauben und prüfen die Dübel auf festen Sitz im Untergrund.
  3. Untergrund prüfen und ausbessern. Kontrollieren Sie die Lattung oder OSB-Platte dahinter auf Feuchteschäden und Festigkeit. Weiches, morsches Holz muss durch neue Lattenstücke ersetzt werden. Befestigen Sie lose Lattung mit 60mm Schrauben neu am Ständerwerk.
  4. Neue Nagelpunkte setzen. Bohren Sie neue Löcher 3cm versetzt zu den alten Nagelstellen vor – niemals in dieselbe Stelle nageln. Bei Holzverkleidung setzen Sie die Nägel durch die Überlappung etwa 2cm über der Unterkante des darüberliegenden Bretts. Der Nagel muss die Lattung mindestens 3cm tief durchdringen.
  5. Verkleidung ausrichten. Richten Sie das Brett mit der Wasserwaage waagerecht aus und drücken Sie es fest gegen die Unterkonstruktion. Achten Sie darauf, dass die Überlappung zum unteren Brett gleichmäßig ist – etwa 2,5 bis 3cm sind Standard. Das Brett sollte ohne Spannung plan aufliegen.
  6. Rostfreie Nägel einschlagen. Schlagen Sie die Edelstahl-Ringstifte im 45-Grad-Winkel leicht schräg nach oben ein. Der Nagelkopf sollte bündig mit der Oberfläche abschließen, nicht tiefer. Bei jedem Brett zwei Nägel pro Lattung setzen. Arbeiten Sie von einer Seite zur anderen, um Verzug zu vermeiden.
  7. Nagelköpfe versiegeln. Tragen Sie auf jeden sichtbaren Nagelkopf einen kleinen Tropfen Acryl-Dichtmasse auf. Glätten Sie die Masse mit dem Finger. Bei lasierter Holzverkleidung verwenden Sie farblich passende Holzpaste statt Dichtmasse.
  8. Endkontrolle durchführen. Gehen Sie die Fassade erneut ab und drücken Sie jedes reparierte Brett. Es sollte kein Spiel mehr haben und fest sitzen. Kontrollieren Sie, dass alle Überlappungen gleichmäßig sind und kein Regenwasser dahinter laufen kann.