Verrottete Fassadenbrett reparieren
Fassadenbretter sind die senkrechten Holzbretter, die direkt unter der Dachkante verlaufen und die Dachsparren abdecken. Sie tragen die Regenrinne und bilden den sauberen Abschluss zwischen Wand und Dach. Wenn sie verrotten, ist das kein kosmetisches Problem — es ist ein strukturelles. Wasser dringt hinter die Verkleidung, weicht die Sparrenköpfe auf, und binnen zwei Jahren hat man ein ernsthaftes Dachproblem. Die gute Nachricht: Fassadenbretter sind austauschbar. Man muss die Regenrinne abnehmen, den faulen Abschnitt herausschneiden und ein neues Brett einpassen. Die meisten Fassadenbretter sind 19 mm dick und 15–20 cm breit. Man kauft druckbehandeltes Holz, nie Fichte oder Kiefer ohne Imprägnierung. Die Reparatur selbst ist unkompliziert — Sägen, Passen, Nageln — aber man arbeitet auf der Leiter, oft in drei Meter Höhe, also braucht man eine stabile Aufstellung und jemanden am Boden. Wer das Brett streicht, bevor man es montiert, spart sich später das Überkopf-Streichen.
- Regenrinne abnehmen. Die Regenrinne im Reparaturbereich von den Haken lösen. Bei alten Eisenhaken die Schrauben herausdrehen, bei modernen Kunststoffhaken die Clips öffnen. Die Rinne vorsichtig zur Seite legen — sie ist dünnwandig und verbeult schnell. Den Arbeitsbereich freilegen, mindestens 80 cm breiter als der verrottete Abschnitt.
- Verrotteten Bereich markieren. Mit dem Schraubendreher das Fassadenbrett abklopfen und die weichen Stellen finden. Gesundes Holz klingt fest, faules gibt nach oder klingt dumpf. Die Schnittlinien mit Bleistift markieren, jeweils 15 cm über das verrottete Holz hinaus ins gesunde Material. Die Schnitte sollten über einem Dachsparren liegen, damit man Befestigungsfläche hat.
- Altes Brett heraussägen. Mit der Stichsäge die markierten Linien durchschneiden, senkrecht von oben nach unten. Langsam sägen, um nicht in die Dachverkleidung dahinter zu schneiden. Den faulen Abschnitt heraushebeln. Die Sparrenköpfe freilegen und prüfen — wenn sie weich sind, muss ein Zimmermann ran. Gesunde Sparren sind fest und trocken.
- Sparren vorbereiten. Die Sparrenköpfe mit der Drahtbürste reinigen, lose Splitter entfernen. Mit Holzschutzlasur streichen, besonders die Schnittflächen. Trocknen lassen, mindestens 30 Minuten. Wenn die Dachverkleidung hinter dem Fassadenbrett beschädigt ist, mit dünnem Sperrholz flicken und mit Schrauben befestigen.
- Neues Brett zuschneiden. Das druckbehandelte Brett auf die exakte Länge zuschneiden. Die Schnittkanten mit Holzschutzlasur streichen, auch wenn das Brett imprägniert ist — die Schnittflächen sind ungeschützt. Das Brett komplett mit wetterfester Außenfarbe streichen, zwei Anstriche, und trocknen lassen. Das spart später das mühsame Überkopfstreichen.
- Brett einpassen. Das neue Brett in die Lücke heben und an die Sparren halten. Prüfen, ob es bündig mit den angrenzenden Brettern abschließt. Bei Bedarf die Oberkante mit dem Hobel nacharbeiten. Das Brett sollte straff sitzen, aber nicht klemmen. Mit zwei Schraubzwingen fixieren, damit es beim Nageln nicht verrutscht.
- Brett befestigen. Verzinkte Stahlnägel, 90 mm lang, in jeden Sparren schlagen, zwei Nägel pro Sparrenverbindung. Die Nägel leicht schräg einschlagen, damit sie greifen. Nagelköpfe mit dem Durchschlag versenken. Die Vertiefungen mit wetterfestem Holzkitt füllen und glattstreichen. Nach dem Trocknen überschleifen und mit Außenfarbe nachlackieren.
- Regenrinne montieren. Die Regenrinne zurück an die Haken setzen, im gleichen Gefälle wie vorher. Mit der Wasserwaage prüfen — die Rinne sollte zur Fallrohröffnung hin um 5 mm pro Meter abfallen. Haken festschrauben. Einen Eimer Wasser in die Rinne gießen und prüfen, ob sie dicht ist und ordentlich abläuft. Bei Bedarf nachjustieren.