Kompostierung zu Hause - Anleitung für Einsteiger

Kompostierung wandelt Küchenabfälle und Gartenreste in wertvollen Humus um. Sammeln Sie organische Abfälle in einem Behälter, sorgen Sie für das richtige Verhältnis von Grün- und Braunmaterial und wenden Sie regelmäßig um.

  1. Standort und Behälter wählen. Stellen Sie Ihren Kompostbehälter an einen halbschattigen Platz im Garten auf direktem Erdboden. Wählen Sie zwischen einem offenen Komposthaufen, einem Holzlattenbehälter oder einem geschlossenen Komposter aus Kunststoff. Der Standort sollte gut erreichbar, aber nicht direkt neben Terrasse oder Fenstern liegen.
  2. Grundschicht anlegen. Beginnen Sie mit einer 20-30 cm dicken Schicht aus grobem Material wie Ästen, Zweigen oder Stroh. Diese Drainageschicht verhindert Staunässe und sorgt für Luftzufuhr von unten. Darauf kommt eine dünne Schicht Gartenerde oder fertiger Kompost als Starthilfe für die Mikroorganismen.
  3. Organische Abfälle sammeln und schichten. Sammeln Sie Gemüsereste, Obstschalen, Kaffeesatz, Teebeutel, Eierschalen und Gartenabfälle. Mischen Sie immer Grünmaterial (stickstoffreich) wie Küchenabfälle mit Braunmaterial (kohlenstoffreich) wie trockene Blätter, Pappe oder Zeitungspapier im Verhältnis 1:3. Zerkleinern Sie größere Stücke vor dem Hinzufügen.
  4. Feuchtigkeit und Belüftung kontrollieren. Der Kompost sollte so feucht wie ein ausgedrückter Schwamm sein. Bei Trockenheit gießen Sie sparsam nach, bei zu viel Nässe fügen Sie trockenes Material hinzu. Wenden Sie den Kompost alle 2-3 Wochen mit einer Mistgabel um, damit Sauerstoff hineingelangt und der Verrottungsprozess beschleunigt wird.
  5. Reifung abwarten und Kompost ernten. Nach 6-12 Monaten ist der Kompost fertig und hat eine dunkle, krümelige Struktur. Er riecht angenehm erdig und die ursprünglichen Materialien sind nicht mehr erkennbar. Sieben Sie den fertigen Kompost durch ein grobes Sieb und verwenden Sie ihn als Dünger für Beete und Topfpflanzen.